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Evaluation

ist ein Thema, das gerade durch meinen Kopf geistert, weil ich überlege, wie ich mein Schulungsangebot verbessere. Und da wäre ein Feedback von den Geschulten ja hübsch. Wenn ich „einfach nur“ darum bitte, werde ich es nicht kriegen (habe ich es in der Vergangenheit nicht gekriegt), weil zu persönlich, vor allem dann, wenn es um Kritik und/oder Verbesserungsvorschläge geht.

Also anonoym. Und so ein kleiner Evaluationsbogen wäre ja auch unter methodischen Gesichtspunkten nicht verkehrt – damit wäre ich mal wieder bei „zählen, wiegen, messen“ angelangt und der Frage, wie ich quantitativ und qualitativ gut unter einen Hut kriege. Und wie die Fragen sinnvoll aussehen, damit es nicht reiner Selbstzweck wird und ich mit dem Evaluationsbogen winken und sagen:  „Evaluation – mach ich natürlich auch“ sagen kann, sondern tatsächlich Hinweise kriege, wie die Schulungen anders/besser sein könnten.

Beim Stöbern in der Hochschuldidaktik bin ich auf verschiedene Hinweise zu Lehrevaluationen gestoßen unter anderem das HILVE (Heidelberger Inventar zur Lehrveranstaltungsevaluation).
Und jetzt die spannende Frage: Muss es so ausführlich sein? Muss es methodisch sauber sein? Oder reicht es für den Anfang und für meine Zwecke, wenn ich mir selbst einen kleinen Fragebogen mit den mir relevant erscheinenden Kategorien bastele?

to do:
Weiterlesen bei 3-8120-0641-3 — Ausleihen 978-3-531-15980-5 — mit Lehrerfahreneren diskutieren — das Rad nicht neu erfinden wollen — nicht zu viele Nebenkriegsschauplätze aufmachen — vielleicht einfach einen Fragebogen entwerfen und meinen Kollegen zeigen

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„Denn man fodert solche Bücher nicht anders, als wen man Zeit hat sie zu gebrauchen, alsdan läst sich aber in 2 mal 24 Stunden vieles nachlesen und nachschlagen. Daß man aber die Bücher so lange will bey sich herumschlurren lassen, biß man Lust und Zeit zu lesen hat, dazu ist keine öffentliche Bibliothec angeordnet.“ (Abt Jerusalem)

Lesetagebuch

Anderman, Heike; Degkwitz, Andreas, 2006: Zirkulation wissenschaftlicher Information in elektronischen Räumen. IN: Hofmann, Jeanette (Hg.) : Wissen und Eigentum. Geschichte, Recht und Ökonomie stoffloser Güter. Bonn,  221-240 (über die Bundeszentrale für politische Bildung zu beziehen)

Eine gut strukturierte Zusammenfassung dessen, was ich tendenziell ohnehin wusste/wissen sollte. Die Literaturverweise muss ich bei Gelegenheit noch weiterverfolgen; die Inhalte sind in meine Klausurvorbereitungsgedanken, die demnächst auch hier stehen werden, schon eingeflossen. Neben dem üblichen Mehr-Gelesen-haben-zeigt-auch die-Wissenslücken-deutlicher-Gefühl beginnen sich zum Glück aber auch ein paar Kreise zu schließen.
Worüber ich gestolpert bin, ist folgender Satz: „Verbindet sich für die kommunalen und städtischen Bibliotheken damit (gemeint ist die Aufgabe der Bibliotheken, hier konkret die Sicherung des öffentlichen Zugangs zu Information) zugleich ein Bildungsauftrag, so gehört die Bibliothek einer Hochschule oder Universität zu den klassischen Serviceeinrichtungen für Forschung, Lehre und Studium.“ (S. 221/222; Hervorhebung von mir)
Ich lese aus diesem Gegensatz öB – wB heraus, dass wBs keinen Bildungsauftrag haben. Ist das so? Und wenn ja, warum? Und was passiert in wBs, wenn Nutzerschulungen stattfinden? Wenn hier (Teil)Module von Bachelorstudiengängen angeboten werden?
Auf den zu-erledigen-Zettel: Hochschul- und Bibliotheksgesetze lesen

Was ich sonst noch gelesen habe:
Allerlei zum Journal des savants. Und im Zuge dessen über Wissenschaftskommunikation und deren Beschleunigung und Demokratisierung.
Ursprünglich unter dem Titel Journal des sçavans erschienen, war das Journal die erste wissen­schaft­liche Fachzeitschrift, die in Europa publiziert wurde (1665). Inhalt und Form des Journal sind ein Abbild der Entwicklung der Wissenschaft. Die bis dahin gebräuchliche Publikationsform Buch wurde durch Zeitschrift ergänzt. Rezensionen waren ein wichtiger Teil der Zeitschrift und zeigen, dass schon damals irgendwie klar war, dass man nicht alles lesen konnte, was veröffentlicht wurde 😉
Die wissenschaftli­chen Bei­träge kamen vor allem aus den Gebieten Naturwissen­schaften, Technik, Anatomie und Astronomie; daneben wurden Nachrufe auf Gelehrte veröffentlicht und Gerichtsurteile. Mit diesen Nachrufen wird auch die scientific community, in der sich die Gelehrten bewegten, anschaulich.
Auch die Erscheinungsform unterschied das Journal vom Buch: Zu­nächst wöchentlich, später monatlich herausgegeben, beschleunigte diese Form von Veröffentlichungen die Wissenschaftskommunika­tion deutlich. Der bis dahin übliche Gelehrtenbriefwechsel wurde auf diese Weise institutionalisiert und einem breiteren Publikum zu­gänglich gemacht.  Ein Teil der Demokratisierung. Der andere Teil: Die Beiträge der Gelehrten erschienen in der Nationalsprache Französisch (ähnliche Entwicklungen auch in England und Deutschland) – man musste also kein Latein mehr können, um zu lesen, womit sich die Gelehrten aktuell beschäftigten.

Auch wenn der technische Weg zu elektronischem Publizieren und Open Access noch ein weiter war: der gedankliche ist es – in der Rückschau – nicht.

Und weil ich gerade noch Lektion 2 der 13 Dinge am Wickel hatte: Hier ein hochgeladenes Bild

Für Kaffee-BibliothekareFür Kaffee-Bibliothekare

Nebeneffekt

… weil Wissensmanagement gerade eines meiner Themen ist

… weil die 13 Dinge – sichtbar – schon ein gutes halbes Jahr in meinem Hinterkopf herumgeistern

… weil ich meine Zeit, meinen Umgang damit und hoffentlich auch mein Wissen strukturieren und das auch irgendwie formulieren – oder formulierenderweise strukturieren – will und

… weil dieser Abend genausogut wie jeder andere dazu geeignet ist, das alles endlich mal anzupacken:

jetzt also ein neuer Versuch mit diesem handbuch.

Nebeneffkt des Artikels, den ich gerade gelesen habe:  Reinmann, Gabi: Lehren als Wissensarbeit? Persönliches Wissensmanagement mit Weblogs. IN: Information. Wissenschaft & Praxis 59 (2008) 1, 49-57.

Darin werden (Knowledge)Blogs als Informationsspeicher, Reflexions- und Kommunikationsmedium beschrieben. Womit wir wieder bei den Nebeneffekten wären.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob das hier vorgeschlagene Modell zum persönlichen Wissensmanagement, das sich entlang der Achsen Wissensumwelt (Personen und Gegenständen bzw. personales und öffentliches Wissen bzw. Wissensträger/Subjekte und Wissensobjekte/Artefakte) und Interaktion  mit dieser Wissensumwelt (Rezeption und Produktion), bewegt, meine gefühlte Distanz zwischen Information und Wissen überbrückt.

Der sozusagen unpersönliche Teil der Wissensumwelt wäre dann Information? Außerhalb von Menschen existierend und unabhängig von Kontext, Vorwissen etc.? Muss ich Wissen und Information eigentlich voneinander unterscheiden? Oder ist das nur wieder meiner Sehnsucht nach Strukturen geschuldet?

In diesen Momenten hätte ich es gerne etwas einfacher: ein Tisch ist ein Tisch ist ein Tisch.

Jetzt habe ich also ein Blog.

Weil ich jetzt auch 2.0 werde, ob ich will oder nicht. Ob ich will, weiß ich noch nicht ganz genau. Immerhin weiß ich schon, was ich nicht will, ein Handbuch 1.3 oder so etwas in der Art bleiben…

Und weil Lernen gerade ohnehin mal wieder dran ist, hoffe ich, dass ich die 13 Dinge auch noch eingeschoben kriege.

13 Dinge, Lektion 1